Der Turbo ist bei Opel nicht das Problem, Herr Rüttgers!


Bildmontage: HF

05.11.09
NRWNRW, News 

 

Punkt 14.00 Uhr versammelte sich heute die Belegschaft von Opel Bochum im Werk. Der Betriebsrat hatte zu einer Informationsveranstaltung eingeladen, um über die neusten Pläne von GM und deren Folgen zu informieren. Mit dabei war auch Jürgen Rüttgers, der das Management in Detroit mit den Worten geißelte: "Das ist die hässliche Fratze des Turbokapitalismus, den wir hier in NRW nicht haben wollen!"

Katharina Schwabedissen, Landessprecherin DIE LINKE. NRW zeigt sich über diese Aussage erstaunt: "Herr Rüttgers ist offenbar in der falschen Partei. Wir haben ernsthaft überlegt, ihm ein Beitrittsformular in die Hand zu drücken. Es ist seine Partei im Bunde mit der FPD, die in diesem Land den Turbokapitalismus fördert. Noch vor wenigen Tagen begrüßte Rüttgers die Pläne der Regierungskoalition in Berlin, die u.a. eine weitere Schwächung der Landesfinanzen nach sich zieht und damit die Spielräume für die Regierung in NRW noch weiter einschränkt. Es ist die schwarz/gelbe Landesregierung gewesen, die wie verrückt privatisiert hat und dem Slogan "Privat vor Staat" in NRW kräftig gefolgt ist. Vom Stellenabbau im öffentlichen Dienst ganz zu schweigen.

Es freut mich, dass Rüttgers auf dem richtigen Weg ist. Wenn er jetzt noch begriffe, dass nicht der "Turbo" das Problem ist, sondern der Kapitalismus selbst den Profit und nicht den Menschen in den Mittelpunkt des Handelns stellt, dann könnten die Menschen in NRW wieder ausatmen. Solidarität mit den Beschäftigen von Opel heißt, als Staat Verantwortung zu übernehmen und GM die Bude aus den Händen zu nehmen. Nur Mut, Herr Rüttgers!"







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