Leserbrief von Dr. Richard Albrecht

12.02.19
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Hallo,

den Beitrag von U. Mies (11.2.2019) zum Tiefen Staat fand ich wichtig. Auch, weil der Autor einen historisch-materialen Theoriestrang aufnimmt. Der in der internationalen geschichtswissenschaft-lichen Diskussion von weltweiten Vernichtungsereignissen im und seit dem Ersten Weltkrieg (wie dem Völkermord an den Armeniern im damaligen Omanischen Staat) nicht erst seit gestern nachmittag präsent ist (vgl. zusammenfassend Albrecht 2014: http://www.unifr.ch/szrkg/assets/files/leseproben/2014/albrecht_2014.pdf - dort Anmerkung 44 zum Staat im Staate, tiefen, parallelen oder arkanen Staat).

Dieser Ansatz ist in der Tat tiefgreifender als der "Diskurs" im spätbürgerlichen Ganzdeutschland mit seinem "linksliberalen" Mainstreamgewäsch von der Fassadendemokratrie (a la Crouch etc.). Und eben nicht beliebig vernutzbar für aktuelle internationale Politkonstellationen. Sondern strukturell - worauf U. Mies zutreffende verweist - mit dem spätkapitalistischen Stadium des sozialökonomisch parasitären Finanzimperialismus verbunden.

Mit freundlichem Gruß,

Dr. Richard Albrecht, 12. Feber 2019



Transatlantischer Elitenfaschismus und Tiefer Staat - 11-02-19 20:53




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