Virus


Bildmontage: D. Braeg

30.03.20
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Von Dieter Braeg

Es war einmal ein KöniginnenKönigreich der Großgrundbesitzer, Kaufleute, Produktionsmittelbesitzer Geldmagnaten und Politiker. In dem ging für alle, die Eines sagen, was Anderes meinen und noch was Anderes tun und das Politik oder Management nennen, die profitmaximierende Vermögen scheißende Sonne nie unter.

Sie alle hatten viel zu wenig Zeit, weil es ja so viele wichtige Geschäfte zu erledigen gab, mit denen Geld und Wohlstand vermehrt wurde. Es gab viel zu tun, sie packten es an, die Politikerinnen und Politiker, Kaufleute, Fabrikbesitzerinnen  Fabrikbesitzer und Bankdirektorinnen und Bankdirektoren und so geschahen Wunder: die Nacht wurde zum Tag und der Tag zur Nacht. Sie stimmten ab, rationalisierten, kauften&verkauften, planten, projektierten, gewinnmaximierten und betrieben Intenextensivlohnkosteneinsparung oft bis in den frühen Morgen, kurz bevor der Sonnenaufgang einen neuen herrlichen Kapitalismustag beleuchtete.

 

Dann kam der Virus, sein Name war „Corona“.  Wenn du "Corona" von irgendwo bekommst, warnten sie, ob von deinen Kollegen oder deinem Chef, per E-Mail oder via Internet, meide ihn, schaue ihn nicht an halte Abstand, wasch dir die Hände und begib Dich in die geistige und körperliche Gesamtisolation!

Jeder, der bisher mit "Corona" in diesem KöniginnenKönigreich in Berührung kam, musste feststellen, dass sein komplettes Privatleben gelöscht wurde und das Gehirn seine normale Funktion aufgeben konnte, denn nun wurde angeordnet bei Androhung empfindlicher Strafen, bei gleichzeitiger Aufhebung des Rechtswegs.

Ein neues Zeitalter hat begonnen. Dabei leben wir schon, seit es uns gibt, mit Millionen von Viren gemeinsam auf dieser Welt und nun, so erklärt uns die herrschende Politik, wird bald nichts mehr so sein wie es war. Mensch ist plötzlich nicht nur zu VirenträgerinTräger geworden, sondern hat auch ein „Bewegungsprofil“. Das stellt dem Staat jene Telefongesellschaft zur Verfügung mit der FrauMann einen Vertrag hat und dafür bezahlt, dass sein Sein ein Bewusstsein entwickelte, bei dem der Arsch wichtiger ist als das im Kopf befindliche Denkvermögen.

Warum?

„Klopapier ist ausverkauft“ – verkünden in den Supermärkten dieser nichtunseren Gesellschaft in der der Kapitalismus dank einem Virus noch fester im Sattel sitzt und der Missbrauch der Bedeutung des Wortes „Solidarität“ völlig neue Formen annimmt.

Frisst das Volk Klopapier? Säuft es Desinfektionsmittel oder würzt damit die gehorteten Nudeln?

Täglich verkünden Statistiken bestätigte Fälle, ohne die unbestätigten auch nur zu kennen und dazu die Zahl der Todesfälle. Die oberste Virenleitung verkündet täglich der Stand der Statistik. Dazu entwickelt dann die Politik ein Hilfsprogramm, bei dem der Wirtschaft geholfen wird, die bis heute nicht einmal in der Lage war, genügend Desinfektionsmittel, Schutzhandschuhe und Schutzmasken für jene Bevölkerung bereit zu stellen, die, wie immer, die Zeche zahlen darf. Sowas nennt man Politikworthülsenschutz!

Soviel Wald gab und gibt es gar nicht um die Menge an Süßholz, das jetzt geraspelt werden muss, bereitstellen und verantworten zu können.

Zum Märchen ein wenig Realität. Der erste Coronafall in Tirol wurde Ende Januar 2020 bekannt. Damals erklärte der Landessanitäsdirektor: „Sollten sich Krankheitszeichen entwickeln, wird eine Abklärung eingeleitet.“

Weder eine Auf&Abklärung fand statt. Auch dann nicht, als Island ab 5.3.2020 Tirol zu Risikogebiet erklärte. Bis 17.3.2020 wurde gefeiert. In Sölden dem Winterballermann. Erst ab 18.3. 2020 wurde Tirol „geschlossen“. Schifoan in Tirol in Zukunft? Wohl kaum und in der Zwischenzeit ermittelt die Staatsanwaltschaft. Aus Skikanonen wurden Virenschleudern!

Dies alles führte aber dazu, dass die einfachen Menschen in diesem Königreich plötzlich viel Zeit hatten, weil KöniginKönig mit seinen leitenden Angestellten und Führungskräften dafür gesorgt hatte, dass die schreckliche ewig anhaltende Arbeitslosigkeit in allen Hütten, feuchten Kellergewölben, billigen Sozialhilfeempfängerquartieren und nicht bezahlten Eigenheimen drohte. Wer noch lesen kann, der liest „Die Pest“ von Albert Camus.

Die Realität? Verschwimmt in einer Lawine von Sondersendungen, die oft mit dem Wort „Extra“ am Anfang angekündigt werden. Ohne Tempolimit auf den Autobahnen, ganz ohne Protest des bayerischen Verkehrsbescheuerten, erholt sich die Umwelt und so empfiehlt es sich für die Zukunft, nach Aufhebung der Virusbeschränkung, am Wochenende weiterhin Ausgehverbot, Abstand zu verordnen.

Die neue Virusrepublik lässt erste gesundheitsdiktatorische „Lockerungen“ erahnen. Die anfälligen „Alten“ werden kaserniert und bekommen einen Infoaufkleber „Virusverdächtige/r“. Die virusimmun Getesteten werden zur Arbeit verpflichtet, damit die Profitmaximierungsmaschine nicht gänzlich den Geist aufgibt und zur Überwachung der Gesundheitshaft von Virusverdächtigen wird das Smartphone eingesetzt. Die Alternativlospeitsche wird ausgepackt.

Ist der Virus schuld?

Er entscheidet nicht! Europa existiert nicht mehr, Bewegungsfreiheit haben höchstens noch Warentransporte mit LKWs samt Fahrerin/Fahrer. Jahrzehntelange grenznahe Freundschaften und Arbeitsbeziehungen werden zerstört und nicht der Mensch steht im Mittelpunkt sondern Börse, Wirtschaft und Konsum.

Ich befürchte nicht mitfeiern zu können beim größten und ekelerregendsten Erfolg des Kapitals und seiner HelferinnenHelfer, denen es gelungen ist in fast allen Ländern dieser Welt ihre Herrschaft mit dem Begriff Demokratie zu tarnen.

Ich bin 80 Jahre alt.

Herr Kapellmeister auf geht’s, spielen Sie „Freude schönes Göttergeflunker“.

Dieter Braeg







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