Man schicke in die anhaltende Autorenschlacht...


Bildmontage: HF

01.01.13
KulturKultur, TopNews 

 

von Klaus Horn

...für Marx, um einem vernichtenden Echo auf diesen Beitrag vorzubeugen, den Brecht voran. Der meinte:
„In einem Land leben, wo es keinen Humor gibt, ist unerträglich, aber noch unerträglicher ist es in einem Land, wo man Humor braucht.“
(1) 

Karl gehörte unbedingt zu den humorvollen Bürgern in seiner Zeit (2). Und auch darum schaut Karl erneut interessiert von seiner Wolke auf das aktuelle Treiben in scharf-links, stößt plötzlich Freund Friedrich sanft an und sagt:
“Guck´ mal dorthin, ich bin schon wieder dran. Diesmal nicht in einer Krise, wie es RIO Anfang Dezember beschrieb, sondern von einem Gerd Elvers aktuell.“
Und Friedrich nach einer kleinen Pause: „Lasst uns ihn mal studieren.“

Also: Damit von vornherein Klarheit herrscht, was für den Pkw der TÜV, ist für Karls Lehre ein Prüfstand, so umschrieben vom Gerd.  Auf dem Wege dorthin – nämlich zu Karls Aktualität – ist zunächst lang die Rede von seiner materialistischen Denkweise, den teilweisen Verdiensten der Aufklärung zur Entschleierung der geheimen Gesetze der Produktionsweise,  Smith und andere als Karls Vorgänger, seine Vorwegnahme moderner Disziplinen…

Endlich wird Karls Aktualität erkennbar: Nämlich das Kapital behielt seinen prozessualen, krisenhaften Kern, sein widersprüchliches Dasein und kein Philosoph und Politökonom kann zur Widerlegung dessen dem Karl das Wasser reichen, welches zeitweilig vom real existierenden Sozialismus dogmatisch „verschüttet“ wurde.

Aber in Lateinamerika kündigt sich bereits Sozialistisches an, nur schwieriger hat man es dort, weil man den Karl nicht in seiner Muttersprache lesen kann. Und danach ist die Rede – wie täglich zu hören und zu erleben von „Marxisten“, den Gewerkschaften, den oder dem Steinbrück…

Nach einer Weile einigten sich Karl und Friedrich auf:

Ohne Zweifel gehören die Relativitätstheorie, in Martins übersetzter Bibel der Jesus und der Marxismus zu den größten Zeiterscheinungen. Hätte Karl eine extrem kurze Formel entwickelt wie der Einstein und würden nicht überall Kirchen, Dome und Klöster herumstehen, dann…ja dann hätte der Karl es bestimmt leichter.

Leichter aber vor allem darum, wenn man in den Jahren nach dem 2.Weltkrieg richtig mit dem Marxismus in der Praxis umgegangen wäre. Vor allem politisch und wirtschaftlich bei den Ressourcen … in Osteuropa, in Asien, in Afrika nach dem Zusammenbruch des Kolonialismus. Dann wäre heute nicht mehr die Rede von der Macht der Finanzmärkte, EFSF, ESM, IWF, EZB, Moody´s, Fitch, Standard & Poor´s… Aber so?

Und schließlich nehme man von Karl und Friedrich das, was Heinz Kahlau, zunächst ungelernter Arbeiter, dann deutscher Lyriker, Filmautor, Prosaist (1931 bis 2012) so beschrieben hatte:

„Überall, / wo die Poträts der Klassiker/ des Marxismus/ gezeigt werden,/ macht es mich traurig,/ dass sie so ernst/ auf uns schauen. Ist nicht/ was wir in ihrem Namen erfüllen -  von allen Menschenwerken/ das heiterste?/ Unser Ziel ist doch:/ Freundlichkeit./ War Engels ein Sauertopf?/ Warum zwinkert Lenin,/ der listige Denker,/ nicht aufmunternd zu?/ Wo ist das Land,/ auf dessen Erbauer/ ein lachender Marx schaut ?“ (3)

Klaus Horn

(1)  Bert Brecht, „Frühlingsgespräche“ 1973
(2)  „Heiteres und Bissiges von Marx und Engels“ – Zusammengestellt von Käte Schubert (vor allem Seite 7 bis 13), Dietz Verlag Berlin 1987 ISBN 3-320-00613-4
(3) Analog –„- ; Seite 6 Heinz Kahlau Für Heiterkeit.   

P.S.: Heinz Kahlau zitierte ich aus ähnlichem Anlass bereits am 29.10.2012 in der Krisendebatte. Es ist schwer, etwas zu bewegen…

 

 


VON: KLAUS HORN






<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz