DGB Region Emscher - Lippe: GMs Vorgehen ist menschenverachtend


Bildmontage: HF

04.11.09
WirtschaftWirtschaft, NRW, News 

 

Mit Bestürzung und Wut reagiert der DGB in der Emscher-Lippe-Region auf die Entscheidung des GM-Verwaltungsrats, Opel nun doch nicht zu verkaufen. Die Arbeitsplätze in Bochum seien nun in höchster Gefahr. Der DGB sichert daher dem Betriebsrat und den Beschäftigten seine volle Unterstützung bei ihrem Kampf um den Erhalt des Werks und die Auszahlung der tariflichen Lohn- und Weihnachtsgeldzahlungen zu.

„Was GM da seit fast einem Jahr mit den Beschäftigten in Bochum und auch in den anderen europäischen Werken abzieht, ist menschenverachtend und gehört bestraft. Nach monatelanger Unsicherheit und sicher geglaubter Rettung müssen tausende Menschen nun schon wieder um ihre Arbeitsplätze bangen“, ärgert sich DGB-Vorsitzender Josef Hülsdünker. Aus der Emscher-Lippe-Region seien rund 1.000 Menschen von Arbeitslosigkeit bedroht, falls das Bochumer Opel Werk geschlossen werde.

Nach Auffassung des DGB müsse nun alles daran gesetzt werden, den Standort gegen Einsparpläne des GM-Konzerns zu verteidigen. Aber auch bei der Forderung nach Auszahlung der bisher nicht vollzogenen Tariferhöhung und des Weihnachtsgelds, wolle der DGB die Opel-Beschäftigten unterstützen. „GM soll nicht damit durchkommen, erst die Opel-Beschäftigten mit Füssen zu treten und dann noch einen Beitrag für die Sanierung der maroden Bude in Amerika abzugreifen“, fordert Hülsdünker. Man müsse nun endlich aus der Wirtschafts- und Finanzkrise lernen und solche Heuschrecken-Methoden in die Vergangenheit verbannen.







<< Zurck
Ja, auch diese Webseite verwendet Cookies. Hier erfahrt ihr alles zum Datenschutz