OPEL BOCHUM - DIE parteiunabhängige Gruppe 'Gegenwehr ohne Grenzen' beim GM Opel Bochum informiert im November 2009 per Flugblatt


Bildmontage: HF

04.11.09
WirtschaftWirtschaft, Bewegungen, NRW, TopNews 

 

"Für New Opel und ihre
Zukunft sind die Beschäftigten
in Europa zu schmerzhaften
Einschnitten bereit und haben
das auch in entsprechenden
Verträgen dokumentiert."
(Klaus Franz Pressemitteilung
vom 23.09.2009)

"Was meint Ihr,was hier los wäre, wenn mehr Menschen begreifen würden,was hier los ist?"
Gemeint ist damit das Memorandum of Understanding für Deutschland, welches den Lohn- und Gehaltsverzicht, drastische Kürzungen beim Urlaubs- u. Weihnachtsgeld für uns Beschäftigten eindeutig regelt, sowie die Opel Altersversorgung für 2010 und 2011 aussetzt und für die nächsten drei Jahre keine Tariferhöhungen vorsieht!!!
"Den Parteien ist bewusst, dass Personalreduzierungen notwendig sind, die gesondert verhandelt werden."
"Die Parteien streben an, Werksschließungen und betriebsbedingte Kündigungen zu vermeiden."
Hiermit wird der Verzicht im Vorfeld von Co-Managern u. führenden IG Metall Funktionären abgesegnet und gleichzeitig die Vernichtung Tausender Arbeitsplätze akzeptiert! Bereits feststehende Produktionszusagen u. Investitionen wofür die Bochumer Belegschaft schon verzichtet hatte, (z. B. Erschwerniszulage u. ä.) werden in Frage gestellt.
Laut Medienberichten hat Magna den Gewerkschaften in Belgien, England u. Spanien Zugeständnisse beim Personalabbau gemacht. Die verstärkte Standortkonkurrenz u. das gegenseitige Ausspielen der einzelnen Belegschaften laufen auf Hochtouren. GM u. Magna ist es gelungen den Eurobetriebsrat u. die jeweiligen Gewerkschaften gegenseitig auszuspielen!
Bis zum heutigen Tag ist der Vertrag zwischen GM u. Magna nicht unterschrieben. Das perfide Pokerspiel geht in die nächste Runde, jetzt unter Beteiligung der EU in Brüssel. GM muss der EUKommmission schriftlich bestätigen, dass die Verkaufsentscheidung für Magna nach rein betriebswirtschaftlichen Kriterien u. nicht auf politischen Druck der Bundesregierung erfolgte.
GM wiederum verlangt eine Bestätigung der Bundesregierung, dass die 4,5 Mrd. Euro Staatshilfe im Fall eines Verkaufs an Magna gewährt werden. "Der GM- Verwaltungsrat wolle sich mit einer solchen Bestätigung gegen mögliche Klagen in den USA absichern." "GM fürchtet Klagen mit dem Argument, der Autobauer habe sich beim Opel- Verkauf nicht nach wirtschaftlichen Gründen entschieden." "Die Bundesregierung habe aber nicht geantwortet u. keine Bestätigung geschickt."
"Offenbar befürchte die Regierung, mit einer  solchen Bestätigung gegen EU- Recht zu verstoßen." (Hannover-Zeitung 26.10.09) Das GM der EU- Kommission bestätigen wird, dass die Magna- Entscheidung ohne politischen Druck erfolgt, ist völlig offen. Die Ministerpräsidenten Beck (Rheinland- Pfalz) u. Koch (Hessen) hatten mehrfach öffentlich erklärt, dass die Staatsgelder nur fließen, wenn Magna u. die russische Sberbank den Zuschlag bekämen. Mit dieser Rumeierei wollen sie uns mürbe machen, damit auch wir letztendlich den Verzicht akzeptieren. Insbesondere die EX- Bundesregierung ( Merkel u.
Steinmeier ) hatten schon im August diesen Jahres erklärt, dass die 4,5 Mrd. Staatsknete ausdrücklich nur für das Magna- Konzept gezahlt werden!
"Um die Verwirrung komplett zu steigern hat nun EX- Wirtschaftminister zu Guttenberg erklärt, "die Staatshilfe von 4,5 Mrd. werde Berlin an jeden Opel- Käufer überweisen". (Business-Panorama 26.10.09)
Die spanischen Belegschaften ließen sich von alledem nicht einschüchtern, deren Gewerkschaften UGT u. CCOO hatten mit einem 4-tätigen Streik gedroht! Das alleine bewegte Magna und GM schon zum einlenken. In Saragossa sollen nun "nur noch"900 Stellen abgebaut werden, GM- u. Magna hatten die Vernichtung von 1700 Arbeitsplätzen gefordert. Der Streikaufruf hat seine Wirkung nicht verfehlt! Die spanischen Gewerkschaften haben durchgesetzt, dass beide Produktionslinien erhalten bleiben.
Die Bochumer Belegschaft hat erfolgreich die Auszahlung des Urlaubsgelds durchgedrückt, daran gilt es anzuknüpfen!
In Bochum sollten wir unbedingt an dem erkämpften Recht auf persönliche Abstimmung festhalten, und gemeinsam den Mut aufbringen NEIN zu sagen zum Verzicht. Ob nun GM mit oder ohne Magna, wir sind nicht so schwach, wie man uns einreden will! Wer will uns daran hindern, wenn wir einige Tage unsere  Zukunft diskutieren, dann steht Antwerpen, Eisenach, Gleiwitz, Saragossa und neuerdings auch Kaliningrad!!!!

Anmerkung der Redaktion:
Dieses Flugblatt wurde vor der Nachricht, dass Opel bei GM bleibt, in Bochum verteilt







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