Bundesweiter Aktionstag gegen Atomanlagen / Weitere Aktionen sind geplant


Bildmontage: Hf

08.11.09
UmweltUmwelt, TopNews, Bewegungen 

 

(Bonn, 8.11.2009): Mit mehr als 20 dezentralen Aktionen hat die Anti-Atomkraft-Bewegung am Samstag bundesweit für die sofortige Stilllegung aller Atomanlagen demonstriert. Damit hat die Anti-Atomkraft-Bewegung erneut ein klares Zeichen gegen die schwarz-gelbe Atompolitik gesetzt. Aktionen gab es u. a. im Wendland, in Göttingen, Braunschweig, Ahaus, Münster, Berlin, Salzwedel, Lüneburg und Karlsruhe. Nach Angaben des Bundesverbandes Bürgerinitiativen Umweltschutz (BBU) mit Sitz in Bonn wird es in der nächsten Zeit weitere Protestaktionen der Anti-Atomkraft-Bewegung geben. Udo Buchholz vom BBU-Vorstand verwies u. a. auf den Sonntagsspaziergang in Ahaus, der am kommenden Sonntag um 14 Uhr am Ahauser Bahnhof beginnt.

Weitere Informationen über den bundesweiten Aktionstag gegen Atomanlagen gibt es unter www.contratom.de. Informationen über die Arbeit des BBU gibt es im Internet unter www.bbu-online.de. Dort findet man auch Informationen zur BBU-Stromwechselkampagne.

BBU e.V.
Prinz-Albert-Str. 55, 53113 Bonn
Tel.: 0228/214032
http://www.bbu-online.de

BI „Kein Atommüll in Ahaus“

Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen

SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster

Sektor A Gescher

AKU (Arbeitskreis Umwelt) Gronau

BI Umweltschutz Hamm

MEGA (Menschen gegen Atomanlagen) Waltrop

Spontan-Demo am Zwischenlager Ahaus

Atomkraftgegner protestieren gegen neue Castor-Transporte

Rund 50 AtomkraftgegnerInnen haben am gestrigen Samstagabend mit Fackeln und Transparenten vor dem Zwischenlager Ahaus gegen die von der Bundes- und Landesregierung geplanten neuen Castor-Transporte protestiert. „Die Menschen in Ahaus und Umgebung sind sehr besorgt, denn die Leichtbauhalle in Ahaus ist keine Lösung für die riesigen Atommüllprobleme der deutschen Atomindustrie,“ so Felix Ruwe, Sprecher der BI „Kein Atommüll in Ahaus“.

Die Anti-Atomkraft-Initiativen in Ahaus und dem Münsterland sehen sich von der nordrhein-westfälischen CDU und Ministerpräsident Rüttgers massiv getäuscht. Noch 2004 hatte die CDU in der Opposition in einem Entschließungsantrag (Landtagsdrucksache 13/5243) wörtlich gefordert: „Ein erneuter Atommülltransport ist der Bevölkerung in Ahaus und Umgebung solange nicht zumutbar, wie die Frage der Endlagerung für Deutschland ungeklärt ist.“

„Nun versucht die CDU mit aller Macht neuen Atommüll aus dem Forschungszentrum Jülich sowie der französischen Plutoniumfabrik La Hague nach Ahaus zu bringen, obwohl die Endlagerfrage in Deutschland und weltweit weiterhin völlig ungeklärt ist,“ so Matthias Eickhoff von der Initiative SOFA (Sofortiger Atomausstieg) Münster.

„Die Anti-Atomkraft-Initiativen im Münsterland fordern von der Bundes- und Landesregierung die unsinnigen und gefährlichen Atommülltransporte sofort abzusagen. Dass die Genehmigungsverfahren geheim unter Ausschluss der Öffentlichkeit durchgeführt werden, beweist eindeutig, dass die Atommülllagerung in Ahaus auf wackligen Füßen steht,“ so Willi Hesters vom Aktionsbündnis Münsterland gegen Atomanlagen.

Auch in Münster Demo gegen Atompolitik

Bereits am Mittag hatten 50 AtomkraftgegnerInnen in Münster vor der Bezirksregierung sowie der CDU-Kreisgeschäftsstelle gegen die Atompolitik der neuen schwarz-gelben Bundesregierung protestiert.

Für die kommenden Wochen rufen die Anti-Atomkraft-Initiativen zu wachsenden Protesten in Ahaus auf:

15. November: Am Sonntag, 15. November, wird der traditionelle Sonntagsspaziergang um 14 Uhr vom Ahauser Bahnhof durch die Innenstadt zum Ahauser Rathaus führen.

20. Dezember: Am Sonntag, 20. Dezember, findet am Zwischenlager Ahaus eine Demonstration statt, zu der überregional aufgerufen wird. Motto: „Atomausstieg ist Handarbeit!“

Kontakt: Heiner Möllers (BI Ahaus, Tel. 0171/7937926), Willi Hesters (Aktionsbündnis, Tel. 0151/12702596), Matthias Eickhoff (SOFA Münster, Tel. 0251/9720765)

Weitere Infos:
www.bi-ahaus.de, www.sofa-ms.de, www.kein-castor-nach-ahaus.de

 

 

 







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