Neuer Skandal um Tierpark Berlin: Leopard streifte durch Frankreichs Wälder


Bild: PETA

02.04.09
UmweltUmwelt, Bewegungen, Berlin, TopNews 

 

PETA-Deutschland e.V. fordert erneut Rücktritt des Skandal-Zoodirektors

Nach Recherchen der Tierrechtsorganisation stammt ein im Jahr 2007 in Frankreichs Wäldern eingefangener Leopard eindeutig aus der „Schwarzen Panther-Leoparden-Mischlings-Zucht“ des Tierparks Berlin. Die Organisation fordert nun erneut den Rücktritt des Zoodirektors.

Nach dem Verkauf von Tigern nach China an eine Tigerfarm, der brutalen und tierschutzwidrigen Katzenermordung durch den Tierparkdirektor, der brutalen Prügelattacke eines Wärters auf das Elefantenbaby Panya, den mehr als dubiosen und fragwürdigen Inzucht-, Inzest- und Hybridzuchten und den Abgaben vieler dieser Tiere an den dubiosen Tierhändler Werner Bode, steht Dr. Werner Blaszkiewitz erneut in der scharfen Kritik von PETA-Deutschland e.V.

„Dieses Leopardeneinzelschicksal ist das skandalöse Endergebnis einer andauernden und mehr als unverantwortlichen Zuchtpolitik von Zoo- und Tierparkdirektor Blaszkiewitz“, so Frank Albrecht, Zooexperte bei PETA-Deutschland e.V. „Wieder war es ein Individuum, das aus einer unverantwortlichen Mischlingszucht hervorging, an Tierhändler Werner Bode abgeschoben wurde und zunächst spurlos verschwand. Erneut zeigt sich, was Herr Dr. Blaszkiewitz meint, wenn er von Artenschutz spricht. PETA aber fragt sich, wie lange Berlin noch dem Treiben dieses Zoodirektors tatenlos zusehen will. Wir fordern erneut den Rücktritt des Zoodirektors.“

Der in Frankreich eingefangene Leopard ist einer von zwei Söhnen der schwarzen Tierpark-Pantherin ANGIE und dem Java-Leopard WUPPI. Beide „Schwarzer Panther-Leopard-Mischlinge“ wurden im März 2006, nur sieben Monate nach ihrer Geburt, der Mutter entrissen und noch im Oktober an den Tierhändler Werner Bode „abgegeben“. Danach verlor sich, wie bei vielen anderen an Tierhändler Werner Bode abgegeben Tieren, ihre Spur. Das Schicksal des zweiten Bruders bleibt, wie auch das von KENDARI und NAMLEA (geboren im Mai 2004), weiterhin ungeklärt. Der eingefangene Leopard lebt derzeit in der französischen Auffangstation „Refuge de l’Arche“.

„Da Tierhändler Werner Bode nur noch als Transporteur oder Vermittler auftritt, liegt die ganze Verantwortung für diesen Skandal eindeutig bei der Tierparkleitung. Wir fordern daher personelle Konsequenzen und weitreichende Veränderungen für einen zukünftig verantwortungsbewussteren Umgang mit Nachzuchten im Zoo- und Tierpark Berlin“, so Frank Albrecht abschließend. „Wir fragen uns ernsthaft: Was muss noch alles geschehen, bis dieser dubiose Handel und Umgang mit Inzucht-, Überschuss- und Mischlingsnachwuchs endlich ein Ende hat? Was darf sich dieser Zoo- und Tierparkdirektor noch erlauben?“ Wer weiß wie viele Raubkatzen, Wölfe oder Hirsche sonst noch durch Europa streifen, die vom Tierpark Berlin abgeschoben wurden?







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