12. Fukushima-Jahrestag / Mahnwachen in Enschede (NL) und Lingen/ Radtour ab Gronau / Glanerbrug

09.03.23
UmweltUmwelt, Bewegungen, NRW, Niedersachsen, TopNews 

 

Von BBU

Am 12. Jahrestag der Atomkatastrophe in Fukushima (Japan) findet am 11. März 2023 auch in Enschede (NL bei Gronau) eine Gedenk- und Protestmahnwache statt. Der Arbeitskreis Umwelt (AKU) Gronau ruft zur Teilnahme an einer gemeinsamen Radfahrt von Gronau zur Mahnwache nach Enschede auf. Treffpunkt ist um 11 Uhr der Grenzübergang Gronau (Enscheder Straße) / Glanerbrug (NL). Die Mahnwache in Enschede wird von der Initiative „Enschede voor vrede“ organisiert und findet von 12 Uhr bis 12.45 Uhr statt. Durchgeführt wird die Aktion in der Innenstadt von Enschede in Rathausnähe: Van Loenshof / Ecke Zuiderhagen. Wer nicht mit dem Rad nach Enschede fahren kann, kann auch mit der Bahn von Gronau nach Enschede (Hauptbahnhof) fahren. Der Aktionsort ist von dort gut fußläufig erreichbar.

In einer Pressemitteilung weist der AKU Gronau darauf hin, dass Enschede in der Mitte zwischen den umstrittenen Urananreicherunggsanlagen des Urenco-Konzerns liegt. Je eine dieser Anlagen steht in Gronau und in Amelo (NL). Und mit der Aktion in Enschede soll auch besonders der Forderung nach sofortiger Stilllegung der Urananreicherungsanlagen im Grenzgebiet Nachdruck verliehen werden. In beiden Anlagen haben sich bereits Störfälle ereignet und in ihnen wird in großen Mengen Atommüll produziert, für den es weit und breit kein sicheres Endlager gibt, weder in den Niederlanden, noch in der Bundesrepublik.

Die grenzüberschreitende Anti-Atomkraft-Bewegung kritisiert, dass 12 Jahre nach der Atomkatastrophe in Fukushima in Gronau und Almelo immer noch Uran für den Einsatz in Atomkraftwerken in zahlreichen Ländern vorbereitet wird. In der Bundesrepublik wird damit der beschlossene Atomausstieg der Bundesregierung unterlaufen. Der AKU fordert, dass mit der Urananreicherung in Gronau endlich Schluss sein muss. Die NRW-Landesregierung kann und muss die bisher unbefristete Betriebsgenehmigung aufheben und die mit der Urananreicherung
verbundenen Urantransporte unterbinden.

Die Proteste des AKU Gronau richten sich auch gegen jegliche AKW-Laufzeitverlängerungen und gegen die Pläne zum Neubau von Atomkraftwerken in den Niederlanden. Eine weitere Mahnwache im Grenzgebiet findet ebenfalls am Fukushima-Jahrestag (11. März) in Lingen statt (18 Uhr, Marktpatz, vor dem alten Rathaus).

Ausführliche Informationen über die Folgen der Atomkatastrophe vor zwölf Jahren in Fukushima findet man auf der Internetseite der Ärzteorganisation IPPNW unter https://www.ippnw.de .

Weitere Informationen: https://www.enschedevoorvrede.nl
, https://www.anti-atom-fruehling.de
, https://bbu-online.de
, https://www.laka.org ,
https://atomstadt-lingen.de







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