Für die Umwelt, die Tiere und eine gesündere Ernährung: PETA fordert vegane Verpflegung bei der Agrarministerkonferenz

22.09.21
UmweltUmwelt, Wirtschaft, Politik, TopNews 

 

Von PETA

Mit gutem Beispiel vorangehen: PETA fordert die Agrarministerinnen und -minister des Bundes und der Länder auf, im Kampf gegen den Klimawandel Verantwortung zu übernehmen und bei der Agrarministerkonferenz 2021 auf eine komplett pflanzliche Verpflegung zu setzen. Den Vorsitz der Fachkonferenz für Agrar- und Forstwirtschaft hat in diesem Jahr der Freistaat Sachsen. Im Vorfeld der Sitzungen zwischen dem 29. September und 1. Oktober 2021 in Dresden hat PETA sich jetzt an Staatsminister und Grünen-Politiker Wolfram Günther mit der Forderung gewandt, im Sinne der Nachhaltigkeit veganes Essen auf der Agrarministerkonferenz anzubieten und damit ein klares Zeichen für mehr Nachhaltigkeit zu setzen. Denn die Liste der negativen Folgen für Klima, Gesundheit und Umwelt durch den Konsum tierischer Produkte ist lang.

„Durch die Produktion von Fleisch, Fisch, Milch und Eiern werden Tiere bis aufs Blut ausgebeutet, die Klimakatastrophe wird angefeuert und unsere eigene Gesundheit kann enormen Schaden nehmen“, so Lisa Kainz, Agrarwissenschaftlerin und Fachreferentin für Tiere in der Ernährungsindustrie bei PETA. „Den Nachhaltigkeitsversprechen müssen Taten folgen, weshalb eine vegane Verpflegung bei jeder Agrarministerkonferenz eine Selbstverständlichkeit sein sollte.“

Im Rahmen der Konferenz werden die Minister und Ministerinnen vor allem über die regelmäßig auftretenden Stallbrände diskutieren. Viele dieser Brände werden durch erhebliche Mängel beim Brandschutz und durch marode technische Anlagen ausgelöst. Deswegen fordert PETA zusätzlich Behörden, Politik sowie Staatsanwaltschaft dazu auf, die hohen Brandschutzstandards, die für Menschen gelten, auch für Tiere verpflichtend umzusetzen.

Klimakatastrophe und millionenfaches Leid durch Fleisch, Eier und Milch

Alleine in Deutschland werden jedes Jahr knapp 800 Millionen Landlebewesen für die Ernährungsindustrie getötet; und bis heute werden hierzulande unvorstellbar gewaltsame Eingriffe an Tieren vorgenommen. So ist es beispielsweise in der Tierwirtschaft noch immer legal, Körperteile ohne Betäubung zu amputieren, Küken millionenfach zu vergasen, Kälber umgehend nach der Geburt von ihren Müttern zu trennen und Schweine in engen Kastenständen oder Kühe in der Anbindehaltung zu fixieren. Solange Lebewesen als Ware gelten, werden Tiere unter artwidrigen Bedingungen gehalten und leidvoll getötet.

Die landwirtschaftliche Tierhaltung – und damit der Konsum Produkte tierischen Ursprungs – ist eine der Hauptursachen für die größten Umweltprobleme unserer Zeit: Klimakatastrophe, Regenwaldrodungen, Gewässerbelastung, Ressourcenverschwendung. Durch die globale Tierwirtschaft entstehen mehr Treibhausgase als durch den gesamten Verkehrssektor. Eine Oxford-Studie kam schon 2018 zu der Schlussfolgerung, dass der Wandel hin zu einer veganen Ernährung die beste Möglichkeit ist, um die Auswirkungen auf das Klima am effektivsten zu bekämpfen. [1]

PETAs Motto lautet in Teilen: Tiere sind nicht dazu da, dass wir sie essen oder in irgendeiner anderen Form ausbeuten. Die Organisation setzt sich gegen Speziesismus ein: eine Weltanschauung, die den Menschen als allen anderen Lebewesen überlegen einstuft.

[1] Poore, J., and Nemecek, T.: „Reducing Food’s Environmental Impacts Through Producers and Consumers“. Science, vol. 360, issue 6392, pp 987–992, 1. Juni 2018, https://science.sciencemag.org/content/360/6392/987 (zuletzt abgerufen am 15.06.2021)

Weitere Informationen
PETA.de/Kategorie/Tiere-in-der-Ernaehrungsindustrie

PETA.de/Themen/Klimawandel

PETA.de/Veganleben/Vegane-Ernaehrung

 







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