Zum Leserbrief des Aktionsbündnis muslimischer Frauen in Deutschland bezüglich SL-Artikel "Beitrag zur patriarchalischen Unterdrückung...."


Bildmontage: HF

03.02.15
SozialesSoziales, Kultur, Debatte, Feminismus 

 

von A. Holberg

Frau Gabriele Boos-Niazy mag recht haben, wenn sie im konkreten Fall die Behauptung zurückweist, das "Kopftuch" sei Ausdruck der Frauenunterdrückung. Es gibt nicht wenige muslimische Frauen, die sich gar nicht unter- drückt fühlen und entsprechend ihr Leben führen.

Aber das ändert nichts daran, dass das islami- sche Kopftuch-Gebot ("hijab") natürlich (wie auch Judentum, Christentum, Hinduismus und Buddhismus) aus einer Zeit stammt, deren Gesellschaften mehr oder weniger stark patriarchalisch geprägt waren.

Und auch wenn vielleicht die erwähnten Religionen in Hinblick auf die Gleichberechtigung der Frauen gegenüber zuvor herrschenden Zuständen Fortschritte bedeutet haben mö- gen, kann es doch gar nicht anders sein, als dass sie die bestehende gesellschaftliche Ungleichheit mehr oder weniger gespiegelt haben.

Die Frage, ob das Kopftuch im Koran vorgeschrieben ist oder nicht, ist in der Tat neben- sächlich gegenüber dem, was die Gläubigen annehmen möchten, denn das war und ist es, was ihre Religion je nach Gesellschaft, Zeit und sozialer Position des Einzelnen aus- macht.

Entsprechend war der Koran wie auch die Bibel etc. seit jeher Objekt intensiver theolo- gischer Diskussionen. Das Recht muslimischer (oder auch aller niederen) Frauen, auf diese oder jene Weise ein Kopftuch zu tragen, muss deshalb ebenso gegen jede Islamo- phobie verteidigt werden wie das Recht keines zu tragen, gegen jede Form von kommu- nitärer Repression.

Was im Koran allerdings sicher nicht zu finden ist, ist eine Vorschrift, das Gesicht zu verschleiern. 'Burqa' und 'Niqab' sind deshalb nicht "islamisch", sondern entweder Aus- druck regionaler Volkstraditionen oder politische Manifeste gegen Integration in Gesell- schaften, die diesen Volkstraditionen nicht entsprechen.

Sie fallen deshalb hierzulande zu Recht unter das Vermummungsvebot.

Karl Marx über den Islam:
„Der Koran und die auf ihm fußende muselmanische Gesetzgebung reduzieren Geogra- phie und Ethnographie der verschiedenen Völker auf die einfache und bequeme Zwei- teilung in Gläubige und Ungläubige. Der Ungläubige ist „harby”, d. h. der Feind.
Der Islam ächtet die Nation der Ungläubigen und schafft einen Zustand permanenter Feindschaft zwischen Muselmanen und Ungläubigen. In diesem Sinne waren die See- räuberschiffe der Berberstaaten die heilige Flotte des Islam.”

(Marx-Engels-Werke, Band 10, S. 170).


VON: A.HOLBERG


Zu Ihrem Artikel: Beitrag zur patriarchalischen Unterdrückung.... - 01-02-15 14:40




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